Kein Verkehrsmagnet im Münchner Süden !  

Grüne bleiben die einzigen Durchstichgegner im BA 19

Auf der letzten Sitzung des Bezirksausschusses 19 hat sich leider erneut die „Ortskernfreunde-Koalition“ aus SPD, CSU und FDP durchgesetzt, und den geänderten Bebauungsplan zum Stäblistraßendurchstich positiv bewertet. 

„Der Durchstich ist ein verkehrspolitischer Schlag ins Gesicht des Stadtbezirks“ so Alexander Aichwalder, grünes BA-Mitglied und Vorsitzender des lokalen Ortsvereins von B90/Die Grünen.

Mit dem Durchstich, so Aichwalder weiter, hole man sich  in der von der Mehrheit des BAs befürworteten Variante nach den aktuellen Unterlagen des Planungsreferates, täglich 8.000 KfZ mehr in den Ortskern Forstenrieds. Zwar werde die Liesl-Karlstadt-Straße von der Hälfte des bisherigen Verkehrsaufkommens befreit, jedoch müssten dafür andere Bürger leiden, besonders die Anwohner der Stäblistraße, Lochhamer Straße, der südlichen Scheidegger Straße, der nördlichen Forstenrieder Allee, als auch der Rothspitzstraße, die durch die Anbindung an das Durchstichmonster als zukünftiger Schleichweg in Richtung Norden benutzt werden wird.

Alexander Aichwalder : „Wer vor dem Verkehrsdruck kriecht, wird von ihm überrollt werden. Selbst wenn die Verkehrsprognosen noch einmal nach unten korrigiert werden sollten, werden sie durch den von der ähnlichen Mehrheit des BAs präferierten Standort bezüglich des geplanten Einkaufszentrums auf dem „EON-Gelände“ an der Ecke Drygalskialle/Boschetsrieder Straße massiv zusätzlichen Verkehr anziehen, der diese Reduzierung locker aufwiegt.

Darüber hinaus braucht man schon sehr viel Phantasie, wenn man glaubt, durch den neuen Autobahnzubringer den Verkehr im Ortskern Sollns reduzieren zu können, wie im Antrag der Schwarz-Rot-Gelben Koalition zu lesen ist. Denn wer vorher direkt über die Liesl-Karlstadt-Straße nach Solln gefahren ist, fährt jetzt halt den minimalen Umweg über die Scheidegger Straße. Eben dieser Verkehr wird auch weiterhin die Liesl-Karlstadt-Straße belasten."

Damit  bleiben die Grünen nach dem Umfallen der SPD-Stadtratsfraktion die einzige politische Kraft in München, die dafür kämpft, diesen Irrsinn ein für allemal zu beenden. Wer die Anwohner der Liesl-Karlstadt-Straße wirklich entlasten will, muss zu Maßnahmen greifen, die den Verkehr vermindern und über die Boschetsrieder Straße weiter nach Osten leiten.<//font>

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Donnerstag, 24. Januar 2019
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